Philosophie und Haltung

komwerkwordl

Wir arbeiten nach gemeinsamen Grundsätzen, von denen viele zum „Kanon der Mediation“ gehören. Sie dienen uns als Leitlinie unseres Handelns als Mediatoren, Moderatoren, Trainer und Coaches und sollen auch für unsere Kunden nachvollziehbar sein.

Wir verstehen Konflikte als eine normale und wichtige Begleiterscheinung zwischenmenschlichen Zusammenlebens. Deshalb achten wir darauf, Konflikte weder zu bagatellisieren noch zu dramatisieren, sondern klar beim Namen zu nennen – so, dass sie konstruktiv angegangen und gesichtswahrend bearbeitet werden können.

Dazu nehmen wir unseren Medianten gegenüber eine wertschätzende, respektierende, verstehen-wollende Haltung ein. Wir würdigen den guten Grund / die positive Absicht hinter einem Verhalten und sind bestrebt, unsere Medianten zu verstehen – wobei „verstehen“ nicht gleichzusetzen ist mit „einverstanden sein“.

Allparteilichkeit ist eines unserer obersten Gebote. Wir sind dazu da, dass alle Konfliktparteien gleichberechtigt ihre Bedürfnisse und Interessen einbringen können.

Wenn wir feststellen, dass wir mehr zu einer Seite neigen, heiĂźt das, dass wir die andere Seite noch nicht ganz verstanden haben. Dann mĂĽssen wir mittels Fragen noch mehr ĂĽber die Sichtweisen und GefĂĽhle erfahren.

Wir sind diejenigen, die einen „geschützten Raum“ schaffen, in dem die Medianten ihre Interessen und Bedürfnisse angstfrei, offen und gesichtswahrend äußern können.

Wir arbeiten zukunftsorientiert. Konflikte und Krisen zeigen für uns an, dass etwas nicht (mehr) stimmt. Die Frage, die wir stellen, lautet: „Was muss man tun, damit es (wieder) passt?“. Wobei die Vergangenheit insofern eine Rolle spielt, als man aus ihr für die Zukunft lernen kann.

Uns selbst halten wir dabei mit Lösungsvorschlägen zurück, weil wir wissen, dass die besten Lösungen diejenigen sind, die die Medianten aus sich heraus erarbeitet haben.

Wir reflektieren uns, unsere Arbeit und die Prinzipien, denen wir uns verpflichtet fĂĽhlen. Wir tun das jeder fĂĽr sich in einer individuellen Nachbetrachtung, aber auch gemeinsam (auf Basis anonymisierter Fallbeschreibungen).

Bei alldem vergessen wir nicht, dass wir „nur“ Menschen sind – und alles andere als perfekt! Wir respektieren unsere Grenzen und die Grenzen, die z.B. bei extrem stark eskalierten Konflikten gegeben sind. Wir sind uns bewusst, dass wir unabsichtlich Fehler machen und gegen unsere eigenen Grundsätze verstoßen. Wir haben uns aber uns selbst gegenüber verpflichtet, aus unseren Fehlern zu lernen. Voraussetzung dafür ist Reflexion, und dabei hilft uns unser Netzwerk.